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Die deutsche Außenhandelsbilanz

Exportnation Deutschland: Fakten und Hintergründe

Volksrepublik China ist 2016 und 2017 größter Handelspartner Deutschlands

Näheres:

Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands

Die Entwicklung des deutschen Außenhandels 2000-2016

Welche Produkte dominieren beim Außenhandel?

Welche Bedeutung hat der Außenhandel?

Die Außenhandelsbilanz

Die Terms of Trade

Die Struktur der am Außenhandel beteiligten Unternehmen

Die Rolle der Außenhandelsbilanz im Wirtschaftsverkehr mit dem Ausland

Zahlen für 2017

Video über den deutschen Exportüberschuss

Kurzgefasst:

Die deutsche Außenhandelsbilanz

?Deutsche, kauft deutsche Zitronen!?, so spottete ironisch der Schriftsteller Kurt Tucholsky über Forderungen Anfang der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts, die nationale Wirtschaft zu stärken und heimische Produkte gegenüber den ausländischen zu bevorzugen. Doch die Verbraucher finden heute in Deutschland ein buntes Warenangebot mit Artikeln aus unterschiedlichsten Ländern vor. Viele Dinge, die man heute in unseren Wohnungen findet, scheinen nur noch außerhalb Deutschlands, insbesondere in China, hergestellt zu werden. Aber nach wie vor exportiert Deutschland mehr Güter als es aus dem Ausland importiert. Viele Industriezweige haben in Deutschland unter billigeren ausländischen Produkten zu leiden oder sind bis auf eine unbedeutende Rolle zusammengeschrumpft. Aber obwohl Deutschland kein Niedriglohnland ist, werden in Deutschland Produkte hergestellt, die auf dem Weltmarkt begehrt sind.

Der deutsche Außenhandelsüberschuss weckt bei ausländischen Beobachtern manchmal Verwunderung und Neid. In ein besonderes Schlaglicht ist der deutsche Exportüberschuss nach Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump geraten, der meint, Deutschland verschaffe sich im Handel mit anderen Ländern unzulässige Vorteile und benachteilige den Verkauf amerikanischer Produkte in Deutschland. Wenn sich hieran nichts ändere, seien sogar Handelssanktionen denkbar, so die viele Deutsche befremdenden Ankündigungen aus Amerika.

Im Jahr 2016 waren die deutschen Exporte in die USA mit 107 Milliarden Euro fast doppelt so hoch wie die Importe aus den USA, die 58 Milliarden Euro ausmachten.

Die gesamten Exporte Deutschlands beliefen sich 2016 auf 1,207 Billionen Euro, die Importe auf fast 955 Milliarden Euro, was einen Außenhandelsbilanzüberschuss von 252 Milliarden Euro ergibt (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 422).

Dabei gehen 68% der Exporte nach Europa, bezogen auf die Europäische Union waren es gut 58% und auf die Eurozone gut 36% (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 423). Ähnlich ist die Situation bei den Einfuhren, hier kamen knapp 69% aus Europa, knapp 58% entfielen auf die Europäische Union und gut 37% auf die Eurozone (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 424).

Wichtigstes Exportgut waren mit 18,9% Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile, gefolgt von Maschinen mit 14%, chemischen Erzeugnissen mit 8,8% sowie Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen mit 8,3% (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 426). Das wichtigste Importgut ist identisch mit dem wichtigsten Exportgut, Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile rangierten mit 11% an erster Stelle. Auf den zweiten Platz kamen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 10,8%. Es folgen sonstige Waren mit 10,3%. Erdöl und Erdgas machten übrigens 4,8% der Importe aus (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 427).

Die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft birgt aber auch Risiken. Wirtschaftliche Schwierigkeiten in einem wichtigen Abnehmerland deutscher Exportprodukte können sich unmittelbar im Inland bemerkbar machen genauso wie Zahlungsausfälle oder politisch motivierte Handelsbeschränkungen oder Wechselkursschwankungen.

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Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands

(Werte in Milliarden Euro) für 2016
Exporte Importe
USA 107 58
Frankreich 101 66
Vereinigtes
Königreich
86 36
Niederlande 79 84
VR China 76 94
Italien 61 52
Österreich 60 39
Polen 55 47
Schweiz 50 44
Belgien 42 38
Tschechien 38 42
(Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 421, Zahlen gerundet)

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Welche Bedeutung hat der Außenhandel für Deutschland?

Das Verhältnis zwischen Exporten beziehungsweise Importen und dem Bruttoinlandsprodukt stellen Exportquote und Importquote dar. Das Bruttoinlandsprodukt, abgekürzt BIP, wiederum ist die Summe aller in einem Jahr erzeugten Güter und erbrachten Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft als Endprodukt aufzufassen sind. Für das Jahr 2016 ermittelten die Statistiker eine Exportquote von 38,5% und eine Importquote von 30,5%. Daneben gibt es auch noch eine Importabhängigkeitsquote, die das Verhältnis der Importe zu dem um den Außenhandelssaldo bereinigten Bruttoinlandsprodukt angibt. Im Jahr 2016 lag diese Quote bei 33,1%. (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 430).

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Entwicklung des deutschen Außenhandels 2000-2016

Jahr Exporte Importe Außen-
handelsbilanz
(in Milliarden Euro)
2000 597 538 59
2001 638 542 95
2002 651 519 133
2003 664 535 130
2004 732 575 156
2005 786 628 158
2006 893 734 159
2007 965 770 195
2008 984 805 178
2009 803 665 139
2010 952 798 155
2011 1061 903 159
2012 1093 899 193
2013 1088 890 198
2014 1124 910 214
2015 1194 949 244
2016 1207 955 252
(Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 S. 422 des Statischen Bundesamtes). Zu dem Einbruch im Außenhandel im Jahr 2009 kam es aufgrund der internationalen Krise auf den Finanzmärkten, ausgelöst durch die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers.

Im Jahr 2016 entfielen auf einen Einwohner der Bundesrepublik Deutschland Exporte in Höhe von 14.688 Euro und Importe in Höhe von 11.682 Euro. (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 S. 422 des Statischen Bundesamtes)

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Die Außenhandelsbilanz

Die Außenhandelsbilanz oder auch einfach nur Handelsbilanz genannt ist eine rechnerische Gegenüberstellung von Wareneinfuhren (Importe) und Warenausfuhren (Exporte) innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft.

Die normierte Außenhandelsbilanz bezieht die Außenhandelsbilanz auf den gesamten Außenhandel, also die Summe der Exporte und Importe.

Die Außenbeitragsquote gibt das Verhältnis der Außenhandelsbilanz am Bruttoinlandsprodukt an, also an der gesamten Wirtschaftsleistung.


Außenhandels-
bilanz
(Werte in Milliarden Euro)
Normierte Außen-
handels-
bilanz
Außen-
beitrags-
quote
2012 193,222
9,7 % 7,0 %
2013 197,632
10,0 % 7,0 %
2014 213,601
10,5 %
7,3 %
2015 244,310
11,4 %
8,1 %
2016 252,377
11,7 %
8,1 %
(Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 430).

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Die Terms of Trade

Den Begriff "Terms of Trade" kann man als Tauschbedingungen im internationalen Warenhandel bezeichnen. Der Begriff bezieht sich auf das Verhältnis der Menge eines importierten Gutes, die man beim Export eines Inlandsproduktes erhalten kann. Beispiel: Deutschland exportiert eine Maschine nach Brasilien und importiert Honigmelonen aus Brasilien. Es wird verglichen, wie viele Honigmelonen für den erzielten Kaufpreis des Exportgutes (theoretisch) eingeführt werden können. Die Statistiker ermitteln, wie sich die Kaufkraft einer Exporteinheit im Vergleich zu einem Basisjahr verändert hat. Bei einem höheren Wert erhält das Inland mehr Importgüter für die Ausfuhr eines Exportgutes. Folglich verbessert sich die Außenhandelsbilanz.


Terms of Trade
bezogen auf das Basisjahr 2010 = 100
2012 97,3
2013 98,6
2014 100,5
2015 101,5
2016 102,1
(Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 430).

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Welche Produkte dominieren beim Außenhandel? - Die industriellen Hauptgruppen des Außenhandels

Die wichtigsten Exportgüter 2016 in Milliarden Euro
Kraftfahrzeuge und
Kraftfahrzeugteile
228
Maschinen 169
Chemische Erzeugnisse 107
Datenverarbeitungsgeräte,
elektrische und optische
Erzeugnisse
100
Elektrische Ausrüstungen 76
Pharmazeutische und
sonstige Erzeugnisse
71
Sonstige Fahrzeuge 59
Nahrungsmittel
und Futtermittel
51
Metalle 48
Gummi und Kunststoff-
waren
43
(Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 S. 426 des Statistischen Bundesamtes)

Beim deutschen Export dominieren mit 45,6% Investitionsgüter, wozu man Güter zählt, die zur Produktion oder Weiterverarbeitung von Gütern zählen. Beim Import machten im Jahr 2016 diese Güter 31,5% aus. An zweiter Stelle stehen Vorleistungsgüter (Produktionsgüter mit einer kürzeren erwarteten Lebensdauer, die zur Produktion eines anderen Gutes verwendet werden, zum Beispiel Lacke, Schmieröle, Automotoren) beim Export mit 29,5% und beim Import mit 29,0%. An dritter Stelle stehen Verbrauchsgüter (Konsumgüter, also Produkte, die für den privaten Ge- oder Verbrauch hergestellt werden) mit 14,5% beim Export und 17,1% beim Import. Langlebige Konsumgüter, die für die wiederholte Nutzung bestimmt sind und als Gebrauchsgüter bezeichnet werden, bilden 2,9% der Exporte und 4,4% der Importe. (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 428).

Die wichtigsten Importgüter 2016 in Milliarden Euro
Kraftwagen und
Kraftfahrzeugteile
105
Datenverarbeitungsgeräte,
elektrische und optische
Erzeugnisse
103
Maschinen 75
Chemische Erzeugnisse 73
Elektrische Ausrüstungen 55
Metalle 50
Pharmazeutische und
sonstige Erzeugnisse
49
Erdöl und Erdgas 46
Nahrungsmittel
und Futtermittel
44
Sonstige Fahrzeuge 35
(Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 S. 427 des Statistischen Bundesamtes)

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Die Struktur der am Außenhandel beteiligten Unternehmen

Am Exportgeschäft beteiligten sich 317.188 Unternehmen, am Import waren 743.026 Unternehmen beteiligt (Zahlen für 2016). Unter den Exporteuren waren 216.930 Unternehmen beteiligt, die einen Gesamtumsatz von unter 100.000 Euro im Jahr erzielen und mit ihrem Exportgeschäft aber nur 0,4% der Exporte von insgesamt 1,207 Billionen Euro repräsentieren. Hingegen gab es 96 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und mehr, die Waren für 486 Milliarden Euro ins Ausland lieferten und damit für 40,3% des deutschen Exports stehen. Unter den Importeuren gab es 92 Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens einer Milliarde Euro, die Waren für 303 Milliarden Euro einführten und damit für 31,7% der Importe stehen. (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 431)

Bei der Betrachtung der Unternehmen nach der Anzahl der Beschäftigten fällt ebenfalls auf, das große Unternehmen den größten Teil des Außenhandels bestreiten. So gab es 2015 gut 113.000 Unternehmen mit maximal neun Beschäftigten, die zwar 35,8% der beteiligten unternehmen darstellen, mit ihren Exporten aber nur 2,9% der gesamten deutschen Exporte erzielten. Hingegen gab es 6.610 Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten, die 2,1% der deutschen Exporteure darstellten, aber 67,1% der deutschen Exporte bestritten. Unter den Importeuren gab es 9.235 Unternehmen mit einem entsprechenden Umsatz, die für 55,1% der deutschen Importe stehen. (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 431).

Unterteilt nach Wirtschaftszweigen hat das verarbeitende Gewerbe im Jahr 2015 einen wertmäßigen Anteil von 68,8% am Export und von 43% am Import. (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 431).

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Politische Aspekte des internationalen Handels

In der Europäischen Union gibt es seit 1968 eine Zollunion, das heißt es werden beim Handel unter den Mitgliedstaaten keine Zölle erhoben, außerdem gibt es keine mengenmäßigen Ein- und Ausfuhrbegrenzungen unter den EU-Ländern. Die beim Außenhandel mit Drittstaaten (Ländern, die nicht Mitglied der EU sind) anwendbaren nationalen Zollvorschriften wurden in der EU zunehmend harmonisiert, mit der Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes gilt seit 1993 ein einheitlicher und allgemeingültiger Zollkodex für alle Mitgliedstaaten der EU. Hierzu gehört ein einheitlicher Zolltarif, der besagt, welche Zölle auf bestimmte Waren erhoben werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das GATT-Abkommen (Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen) geschlossen, dessen wichtigste Ziele die Förderung des Welthandels und der Abbau von Zöllen waren. Aus diesem System wurde die Welthandelsorganisation WTO entwickelt, die 1995 ihre Arbeit aufnahm. Ziel dieser in Genf ansässigen Organisation ist der Abbau von Handelshemmnissen, die Liberalisierung des Welthandels und ein globaler Freihandel.

Mit vielen Staaten unterhält die EU heute Freihandelsabkommen. Ob das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA unterschrieben und in Kraft treten kann, ist unklar, da der 2017 ins Amt gekommene amerikanische Präsident Trump vielfach eine Benachteiligung seines Landes beim internationalen Handel beklagt.

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Die Rolle der Außenhandelsbilanz bei der Betrachtung des Wirtschaftsverkehrs mit dem Ausland

Die Außenhandelsbilanz ist nicht der einzige Indikator für die wirtschaftlichen Verflechtungen eines Landes mit dem Ausland.

Zahlungsbilanz
Leistungs
bilanz

Kapital-
bilanz

Bilanz der
Übertra-
gungen

Rest-
posten


Leistungsbilanz
Außenhandels-
bilanz
Dienstleistungs-
bilanz

Kapitalbilanz
Kapitalverkehrsbilanz
Devisenbilanz

Die Außenhandelsbilanz ist der wichtigste Teil der Leistungsbilanz, die daneben auch die Dienstleistungsbilanz enthält. Während es bei der erstgenannten um den Austausch von Gütern mit dem Ausland geht, erfasst die Dienstleistungsbilanz die Ex- und Importe von Dienstleistungen. Von einem Dienstleistungsimport spricht man, wenn ein Inländer im Ausland Dienstleistungen in Anspruch nimmt. Hierzu gehört beispielsweise ein Hotelaufenthalt eines Inländers auf Mallorca. Dagegen liegt ein Dienstleistungsexport vor, wenn ein im Ausland Ansässiger in Deutschland in einem Hotel übernachtet oder einen Mietwagen bucht. Die Kapitalbilanz erfasst alle Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland. Die Bilanz der (Vermögens-)Übertragungen wird auch als ?Schenkungsbilanz? bezeichnet und erfasst unentgeltliche Leistungen, die nicht unmittelbar das Einkommen oder den Verbrauch der beteiligten Länder beeinflussen.

Die Leistungsbilanz bildet zusammen mit der Kapitalbilanz den wichtigsten Teil der Zahlungsbilanz, zu der aber auch noch die Bilanz der Übertragungen und ein sogenannter Restposten zählen. Die Zahlungsbilanz umfasst alle Transaktionen des Inlands mit dem Ausland. Als Gesamtbilanz muss die Zahlungsbilanz immer ausgeglichen sein.
Die Leistungsbilanz schloss im Jahr 2016 für Deutschland mit einem positiven Saldo von 261 Milliarden Euro. In der Dienstleistungsbilanz erzielte Deutschland 2016 ein negatives Ergebnis von 22 Milliarden Euro (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2017 des Statistischen Bundesamtes S. 439).

Von einer ausgeglichenen Außenhandelsbilanz spricht man, wenn die Summe der Exporte wertmäßig der Summe der Importe entspricht.
Eine positive Außenhandelsbilanz liegt vor, wenn die Exporte die Importe wertmäßig übersteigen.
Übersteigt der Wert der importierten Güter den Wert der exportierten Güter, ist hingegen die Außenhandelsbilanz negativ bzw. passiv.

Deutsche Zitronen

Den Text von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1932 mit dem Titel ?Europa? in der Zeitschrift ?Die Weltbühne? finden Sie im Internet bei Wikisource.

Übrigens: Im Jahr 2015 wurden 161.561 Tonnen Zitronen und Limetten nach Deutschland eingeführt, davon kamen fast 83% aus der Europäischen Union. Direkt aus Spanien kamen über 115.000 Tonnen (Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft).

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Zahlen für 2017

Im Februar 2018 veröffentlichte das Statistische Bundesamt vorläufige Zahlen zu den Exporten und Importen im Jahr 2017. Danach exportierte Deutschland Waren im Wert von 1,279 Billionen Euro und importierte Waren im Wert von 1,034 Billionen Euro. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von knapp 245 Milliarden Euro ab. In die Länder der EU gingen gut 58% der Exporte und von dort kamen knapp 66% der eingeführten Waren. Die Eurozone ist für 36,8% der Exporte das Ziel, von dort stammten etwa 44% der Importe. In nicht der Eurozone angehörende Länder der Europäischen Union wurden 21,78% der ausgeführten Waren geliefert, von dort kamen 21,56% der eingeführten Waren. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 08.02.2018).

Wichtigster Handelspartner war 2017 wie im Vorjahr die Volksrepublik China. Zwischen beiden Ländern wurden Waren im Wert von 186,6 Milliarden Euro gehandelt (Exporte und Importe). Auf Platz Zwei folgen die Niederlande mit einem Handelsvolumen von 177,3 Milliarden Euro, gefolgt von den Vereinigten Staaten mit s172,6 Milliarden Euro. Frankreich rutschte mit einem Warenaustausch von 169,7 Milliarden Euro vom zweiten auf den vierten Platz, war aber von 1975 bis 2014 wichtigster Handelspartner.

Auf der Liste der Bestimmungsländer deutscher Exporte liegen die USA an erster Stelle, wohin Güter im Wert von 111,5 Milliarden Euro gingen. Damit sind die Exporte in die USA 50,5 Milliarden Euro höher als die Importe von dort. Andere wichtige Länder deutscher Exporte sind Frankreich mit 105,2 Milliarden Euro und die Volksrepublik China mit 86,2 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Brexits ist erwähnenswert, dass das Vereinigte Königreich bei den Zielländern deutscher Warenausfuhren vom zweiten auf den fünften Platz gefallen ist, die Exporte dorthin gingen auf 84,4 Milliarden Euro zurück.

Auf der Rangliste der Importländer steht wiederum die Volksrepublik China an erster Stelle. Von dort wurden Waren im Wert von 100,5 Milliarden Euro nach Deutschland eingeführt. Damit ist dieses fernöstliche Land eines der wenigen Länder, mit denen ein Importüberschuss besteht (hier 14,3 Milliarden Euro). Weitere wichtige Importländer sind die Niederlande mit 91,4 Milliarden Euro und Frankreich mit 64,2 Milliarden Euro.

Neben den USA erzielte Deutschland unter anderem auch mit dem Vereinigten Königreich und Frankreich beachtliche Exportüberschüsse (47,2 Milliarden bzw. 41,0 Milliarden Euro). (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 21.02.2018).

Innerhalb der Europäischen Union stellte Deutschland für 17 Mitgliedsländer das wichtigste und für 22 Mitgliedsländer eines der drei wichtigsten Bestimmungsländer der Exporte dar. Über ein Viertel der Exporte gingen aus folgenden Ländern nach Deutschland: Tschechien (33%), Österreich (29%), Ungarn (28%), Polen (27%) und Luxemburg (26%). Auf der Seite der Importe war Deutschland für 26 Mitgliedsländer eines der drei wichtigsten Länder ihrer Wareneinfuhren. Einen hohen Anteil deutscher Importe weisen Österreich (42% der Einfuhren), Tschechien (30%), Polen (28%) und Ungarn (26%) auf. (Quelle: Pressemitteilung von Eurostat vom 26.03.2018).

Eingebettetes Video der Tagesschau bei YouTube über den deutschen Exportüberschuss



(Video bei YouTube)

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Letztes Update: 25.04.2018

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